Im schönen Altmühltal ging es in Beilngries um die Ehre, Medaillen und den sportlichen Wettkampf im Vergleich mit Gleichaltrigen über 1500 Meter Schwimmen, 39,2 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.

Benjamin Lenk (ganz links) beim

Stopp für den Schiffsverkehr

Das Schwimmen fand im etwa 19 Grad kühlen Main-Donau-Kanal statt, was dazu führte, dass aufgrund der Breite zwar genügend Platz vorhanden war, wegen des Schiffsverkehrs jedoch ein Einschwimmen nicht möglich war. So hieß es auch für Benjamin Lenk vom Team Icehouse e.V. - seines Zeichens Kapitän der Mannschaft der 2. Triathlon Bundesliga - am Ufer zu warten bis der Schiffsverkehr gestoppt war. Er schwamm in einer vorderen Gruppe mit und konnte nach 21:40 Min. als gesamt 15. und Zweiter der Altersklasse 45 den Kanal verlassen.

Aus flach wird 2019 bergig

Die Radstrecke hielt für dieses Jahr eine Veränderung parat: Anstelle der flachen Strecke galt es eine selektive Route mit dem Hirschberg zu Beginn (~ 150 Höhenmeter) und einem welligen Profil im Verlauf zu absolvieren. Lenk, der im Vorhinein einige Tage in den Bergen verbrachte und sich seiner Leistungsfähigkeit über die Olympische Distanz nicht sicher war, konnte auf seinem Zeitfahrrad in einem Terrain das ihm sehr gut liegt ordentlich mit Druck fahren. Nach 1:00:34 Std. stellte er sein Fahrrad in der Wechselzone ab.

Laufend durch die Innenstadt von Beilngries mit Schmankerl

Über vier Runden führte der Laufkurs die Sportler durch Beilngries, wobei in der Gartenstraße ein regelrechtes Feuerwerk an Anfeuerungen durch die Anwohner jeden einzelnen Athleten voran trieb. Mit einer defensiven Taktik ging Lenk die Strecke an und konnte mit einer Laufzeit von 37:01 Min. und einer Gesamtzeit von 2:00:50 Std. die Ziellinie überqueren. Der Wermutstropfen nach einem zufriedenstellenden Wettkampf bestand darin: 44 Sekunden fehlten dem Bayreuther zum Sieg in seiner Altersklasse. Dies bedeutet für Lenk das vierte Mal bei den Deutschen Meisterschaften über die Olympische Distanz mit Platz zwei Vorlieb nehmen zu müssen. Deutscher Meister der AK 45 wurde Oliver Rau (SC 53 Landshut), den dritten Platz dieser Altersklasse errang Claudius Pyrlik (TSV Grofdorf-Kleiberg). Der Gesamtsieg ging an Timo Schmitz (TSV Oettingen) mit Philipp Dressel-Putz (SC Plauen 06) und Sebastian Reinwand (Radfreunde Hilpoltstein) auf den weiteren Plätzen. Bei den Damen holte sich Lena Gottwald (TSV 1861 Zirndorf) den Gesamtsieg vor Elena Illeditsch (Aalener Sportallianz) und Kimberly Miller (TSG 07 Burg Gretesch).

Überraschungen über die Sprintdistanz

750 Meter schwimmend im Main-Donau-Kanal, 21,6 Kilometer radfahrend und fünf Kilometer laufend galt es beim Beilngries Triathlon über die Sprintdistanz zu absolvieren. Thomas Voit vertrat hier die Farben von Team Icehouse und wollte „einfach mal sehen, wie der Fitnessstand nach einer längeren Trainingspause ist“. Als Dritter verließ der Bayreuther nach 10:52 Min. und 27 Sekunden hinter dem führenden Ingolstädter Triathlonprofi Sebastian Mahr den Kanal. Die abgeänderte Radstrecke überraschte Voit, da er von einem brettebenen Verlauf ausgegangen war. Auf der selektiven Strecke musste er einige Mitstreiter ziehen lassen und kam im Bereich der Top 10 in die Wechselzone zurück. Auf der Laufstrecke machte er einige Plätze gut und konnte letztendlich nach 1:09:17 Std. als Fünfter der Gesamtwertung die Ziellinie überqueren (AK 30 Platz 2). Der Sieg ging an Sebastian Mahr (SC Delphin Ingolstadt), gefolgt von Alexander Häberle (TV Memmingen) und Johannes Egelseer (TSG 08 Roth e.V.). Bei den Damen gewann nach langer Verletzungspause die U23 Triathlon Weltmeisterin des Jahres 2014 Sophia Saller (SC Delfin Ingolstadt) vor Kornelia Saal (Tri-Team Schongau) und Anna-Lena Wittmann (TSV Greding).