Die 2. Triathlon Bundesliga Süd läuft ihrem Zwilling als auch ihrem größeren Geschwister hinterher. Während die 1. Liga – auch als Formel 1 des Triathlonsports bezeichnet – seit Anfang August ihre Saison 2019 beendet hat und die Nordstaffel der 2. Bundesliga sogar bereits Mitte Juli ihre fünf Saisonwettkämpfe über die Bühne gebracht hat, stehen für die Sportler der Südstaffel überdies noch zwei Wettkämpfe aus.

Besondere und moderne Rennformate

Im internationalen Triathlonzirkus hat sich seit etwa zwei Jahren der Trend zu Formaten durchgesetzt, welche für die Zuschauer gut erreichbar, leicht nachzuverfolgen und kurzweilig sind sowie durch viele Führungswechsel Spannung versprechen. Auf kleinerem Niveau wurde dies bereits in der Bayerischen Triathlon Liga (entspricht der dritten und vierten Liga) seit Jahren erkannt und auch erfolgreich umgesetzt. Auf internationalem Niveau sticht die privat organisierte Super League sowie die sogenannte Mixed-Staffel hervor. In der 2. Triathlon Bundesliga Süd mit der Bayreuther Mannschaft des Vereins Team Icehouse e.V. warten die beiden ausstehenden Wettkämpfe für die Saison 2019 mit einem Mannschaftswettbewerb auf.

Vereint in der Sache

Im südhessischen Viernheim findet die vierte von fünf Saisonstationen statt. Im dort ausgetragenen Mannschaftsformat gilt es alle drei Disziplinen zusammen zu absolvieren. Bei den Herren starten fünf Athleten pro Mannschaft, von denen im Ziel die Zeit des viertschnellsten Sportlers gilt. Das Schwimmen über 750 Meter findet in einem 50 Meter Schwimmbecken statt, wobei es wichtig ist die schwächeren Schwimmer zu unterstützen: Das Schwimmen im sogenannten Wasserschatten spart ähnlich, jedoch nicht so ausgeprägt wie beim Radfahren Kraft. Der vordere Schwimmer hat hierbei die Verantwortung das Tempo so zu wählen, dass seine Nachfolger nicht abreißen lassen müssen. Beim Radfahren über 20 Kilometer wird meist eine ähnliche Taktik angewandt. Es wird innerhalb einer Mannschaft im sogenannten Belgischen Kreisel gefahren, der es durch zwei Einzelreihen, die sich gegeneinander bewegen ermöglicht, dass alle Fahrer gleich viel Arbeit leisten müssen, aber nur der Führende kurzzeitig dem Wind an der Front ausgesetzt ist. Im abschließenden Lauf steht Teamwork noch einmal auf dem Programm. Die schwächeren Läufer werden durch Ziehen am Startnummernband oder Schieben an der Hüfte unterstützt, um die Distanz von fünf Kilometern schnellstmöglich zu überwinden.

Team Icehouse traditionell stark

Im Premierenjahr in der 2. Triathlon Bundesliga Süd sowie im Folgejahr konnte die Bayreuther Equipe am Ende der Saison jeweils Platz sechs verbuchen, dieses Jahr gestaltet sich die Ausgangslage deutlich schwieriger. Durch überraschende verletzungsbedingte Ausfälle gelang es den Bayreuthern in der laufenden Saison bisher nie eine komplett homogene und schlagkräftige Truppe an die Startlinie zu bekommen. Bei den Mannschaftswettkämpfen war man die vergangenen Saisons sehr gut und auch in Viernheim soll das Wissen darüber zu einem versöhnlichen Abschluss beitragen. „Wir sind keine Mannschaft, die ein oder zwei starke Athleten hat die ganz vorne mitmischen und der Rest mischt im Mittelfeld mit. Wir zeichnen uns durch Homogenität aus und wissen ganz gut wie wir die verschiedenen Charaktere unserer Sportler aufeinander abstimmen und auch untereinander motivieren können. Die Liga hat 2019 noch einmal an Qualität und Quantität zugenommen, was nicht heißt, dass wir uns verstecken müssen. Im Gegenteil: jetzt schlägt unsere Stunde“, so Mannschaftskoordinator Voit. Aufgestellt sind für das kommende Wochenende die Jungspunde Lennard Forßmann und Leon Pfeiffer sowie die Routiniers Felix Zimmermann, Tim Wolf und Thomas Voit. „Ein kleines Fragezeichen stellt sich noch bei Felix Zimmermann, der eine Verletzung und Erkrankung auskurieren musste sowie ein größeres bei Tim Wolf, der kaum trainieren konnte“, so Voit weiter.